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PionierInnen des Guten Lebens – von der Nische zum System

Dem Gedanken folgend, dass Nischen die Orte des Ausprobierens und Katalysatoren zur Transformation der gegenwärtigen wachstumsfixierten und zukunftsunfähigen Gesellschaft sind, wurden anlässlich der Transnationalen Nachhaltigkeitskonferenz Projekte, Initiativen und Unternehmen poträtiert. Sie zeigen auf unterschiedlichste Art und Weise, wie Alternativen entstehen und umgesetzt werden können. Die Ausstellung beweist, dass bereits viele Ideen im Kleinen existieren und es notwendig ist, ihr Potential für eine nachhaltigere Gesellschaft anzuerkennen. Dieser Gedanke basiert auf dem Konzept des sogenannten “strategischen Nischenmanagements”. Es sieht innovative Nischen als Orte des Experimentierens und Lernens, die durch Austausch und Netzwerkbildung weiter entwickelt werden können. Etablieren und zeichnen sich bestimmte Nischen als besonders geeignet aus, so kann deren Diffusion aus der Nische heraus unterstützt und eine Anwendung auf breiterer Regimeebene ermöglicht werden. Hier wird deutlich, dass der Politik eine Schlüsselrolle zufällt. Nur sie kann den Projekten in den Nischen die Möglichkeiten geben, sich auszuprobieren und zu etablieren.

Die Poster der Ausstellung können bei den Downloads runtergeladen werden.

 

Die Welt verändert sich rasant und tiefgreifend. Da sich der Raubbau an Ressourcen ungehindert fortsetzt; verschärfen sich auch die Konflikte, allen voran in Regionen mit Öl- und Gasvorkommen. Umso dringender braucht es einen sorgsameren Umgang mit Ressourcen – eine Reparaturökonomie und eine Energiewende ebenso wie eine Stadt der kurzen Wege und regionale Kreislaufwirtschaften.

Eine zentrale Rolle in diesen neuen Nachhaltigkeitsstrategien nimmt das Leitbild der Suffizienz ein: Wohlstand kann auch mit weniger Natur- und Materialverbrauch geschaffen werden. Suffizienzpolitik baut weniger auf immer neue technische Verbesserungen, sondern auf soziale Innovationen und eine andere Kultur des Zusammenlebens.

Statt dem „Höher, schneller, besser“ könnte das Leitbild der Suffizienz durch eine Kultur der  Nachhaltigkeit, des Maß- und Innehaltens, aber auch des Genießens zu mehr Lebensqualität führen. Die Kopenhagener Fahrradkultur, der Times Square in New York oder die Wiener Maßgreißlerei sind nur einige Beispiele einer Kultur, in der Lebensqualität anders als über rastloses Kaufen und Konsumieren geschaffen wird.

Dies wirft viele Fragen auf: Welche allgemeinen Rahmenbedingungen braucht es, um nachhaltiges Handeln als Grundhaltung im Alltag des politischen Systems, der BürgerInnen und Unternehmen zu verankern? Welche Ansätze der Politikgestaltung müssen entwickelt werden, um Nachhaltigkeit sozial und kulturell attraktiv zu machen? Wie organisieren wir Suffizienz und Partizipation? Wie gestalten wir öffentliche Verwaltungen, wie organisieren wir Partizipation und die wirksame Einbindung von Fachkompetenz?

Die international ausgerichtete Transnationale Nachhaltigkeitskonferenz in St. Georgen am Längsee/Kärnten bietet Zeit zur Diskussion von Vorzeigemodellen und realisierbaren Nachhaltigkeitsstrategien. Sie ist ein länderübergreifendes Forum zur Vernetzung von Grünen Abgeordneten, KommunalpolitikerInnen und all denjenigen, die sich für eine sozialökologische Transformation engagieren. Gleichermaßen wird durch interaktive Methoden des gegenseitigen Lernens Raum eröffnet für grundlegende Reflexionen und den Austausch konkreter Umsetzungsprojekte.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Green European Foundation und Grünparteien der Nachbarstaaten statt.

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