Von Daniela Musiol. Erste Gedanken zum „Guten Leben“: Soziale Absicherung, Gerechtigkeit, Existenzsicherung, sich beteiligen können, Platz/Raum haben, authentisch leben können, Selbstbestimmung, Raum für die Liebsten, Natur, der eigenen Neugierde nachgehen können und dürfen, Entspannung und Spannung, ...
Von Markus Auinger. In Folge des klimabedingt steigenden Meeresspiegels wird schon bald deutlich werden, dass unsere Vision des guten Lebens untergehen muss. Das Schicksaal des kleinen Inselstaates führt uns auf tragische Weise vor Augen, dass das „Gute Leben“ der Einen für viele andere bedeutet, dass sie dieses nicht (mehr) führen können.
Von Elisabeth Hammer. Mein Gutes Leben, auch und gerade als Selbstverwirklichungsutopie, lebt sich nicht alleine und voraus- setzungslos. Damit es eine Option für alle sein kann, braucht es gewisse Grundlagen.
Von Barbara Kraus. Ein guten Leben für alle braucht einen radikalen Bewusstseinswandel und die Erkenntnis, dass wir ein lebens-feindliches System kreiert haben, das auf Versklavung und Ausbeutung von Menschen und lebensnotwendigen Ressourcen gründet.
Von Michael Schelling und Kurt Greussing. Als GBW-Schwerpunkt bekommt der Slogan vom „guten Leben“ dann Sinn, wenn wir es schaffen, die Auswirkungen unserer höchst verschiedenen und vielfach konkurrierenden Ansprüche auf den globalen Ressourcen-Haushalt zu klären und ihre Wünschbarkeit an diesen Auswirkungen zu messen.
Von Klaus Werner-Lobo. Frei sein, und zwar von inneren und äußeren Zwängen, das wäre ein gutes Leben! Die Freiheit, zu kommen, zu gehen oder zu bleiben, egal wo, wie und mit wem zu leben, ohne die Freiheit oder Sicherheit anderer zu gefährden.
Von Johannes Jäger. Die Krise eröffnet Perspektiven: An neo-liberale Versprechungen vom unregulierten Finanzmarkt als Wohlstandsproduzenten und Ersatz für wohlfahrtsstaatliche Leistungen (Stichwort: privates Pensionssystem) glauben (fast) alle nicht mehr. Die Zeit ist reif. Radikale Veränderungen für ein gutes Leben für alle tun not. Viele sehen das so.
Von Fritz Kofler. Wenn wir uns in ruhigen Minuten ein gutes Leben vorstellen, welche Erwartungen stellen sich da ein? Gutes Leben braucht die Gewissheit, das Leben im Griff zu haben und hat viel mehr mit Glücklichsein zu tun als mit Reichtum.
Von Johannes Rauch. Gutes Leben für alle ist kein jenseitiger Wunsch, sondern reale Utopie, und zwar eine, die notwendiger ist denn je und radikal sein muss, weil es „Krisenzeiten gibt, in denen nur das Utopische realistisch ist!", wie George Steiner sagt.