Die Grüne Bildungswerkstatt (GBW) ist ein dezentral organisierter Verein, der seine vielfältigen Aktivitäten im Rahmen einer gemeinsamen Schwerpunktsetzung koordiniert. Der Schwerpunkt leitet das gemeinsame Arbeiten und fokussiert die politische Bildungsarbeit. Statt Jahr für Jahr das Rad neu zu erfinden und von Thema zu Thema zu hüpfen, bauen die Schwerpunkte der GBW aufeinander auf. Es wird auf den Erfahrungen der Vorjahre aufgebaut. Das gemeinsame Lernen wird vertieft, gleichzeitig werden Akzente verschoben und neue Richtungen eingeschlagen. So gab es über die letzten Jahre sowohl inhaltlich als auch organisatorisch eine Reihe von Lernschritten, auf denen der aktuelle Schwerpunkt aufbaut.
In organisatorischer Hinsicht baute der Schwerpunkt 2009 auf der Sommerakademie 2008 auf und intensivierte die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit. 2009 fand die Zusammenarbeit mit vier KooperationspartnerInnen mit einem je eigenen Themenfeld statt: Südwind, Kriso (Arbeitskreis kritische soziale Arbeit), Attac und ÖSFK Schlaining.
Der einende Gedanke der Schwerpunktaktivitäten der GBW über die letzten Jahre ist ein ganzheitlicher Zugang. Die Beschäftigung mit Klima und Gerechtigkeit, Demokratie und Globalisierung erlaubt keine monokausalen Analysen, Erklärungen und Kampagnen, sondern erfordert ein integriertes und umfassendes Verständnis von Politik. Diese Horizonterweiterung hat organisatorische und inhaltliche Konsequenzen.
All dies erfordert neue Formen der Koordination und Abstimmung. Es gibt nicht nur ein Thema, das gemeinsam bearbeitet wird, sondern es entstehen immer neue Formen der Bildungsarbeit und der politischen Organisation innerhalb der GBW und zusammen mit anderen.
Der Schwerpunkt und die Sommerakademie 2009 haben verdeutlicht, was für uns zu tun ist, um den politischen und ökonomischen Raum so zu gestalten, damit es wieder Platz für Alle bietet. Das Erfolgsrezept, einen Dialog auf gleicher Augenhöhe zu organisieren und der Erarbeitung gemeinsamer Ziele durch die Beteiligten viel Raum zu lassen, wird 2010 beibehalten, ja wird selbst zu einem wichtigen Ziel des Schwerpunkts.