BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:4591-27@www.gbw.at
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:ACT NOW II: Konferenz gegen Rechts (Tag 1)
DESCRIPTION:10:00 Einlass 11:00 Begrüßung 11:20 Vortrag: Autoritäre Dynamik
 en in unsicheren Zeiten 12:40 Mittagspause 13:50 Vortrag: Zwischen Rechtsru
 ck und gewerkschaftlichem Aufbruch 15:20 Vortrag: Wahnhafter Faschismus - R
 ationaler Liberalismus? 16:50 Vortrag: Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte 
 zurück? 18:10 Abendessen 19:00 Kulturprogramm: Heimat. Eine Besichtigung de
 s Grauens.\n\nHier kannst du den Livestream nachsehen!\n\n\n\nVortrag: Auto
 ritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten\n\nDie Leipziger Autoritarismus-Studi
 en 2002-2024 Mit Ayline Heller\n\nPandemien, Kriege, Energie- und Klimakris
 e – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten kann es verstärkt zu
  autoritären Reaktionen kommen. Auch die Ergebnisse der Leipziger Autoritar
 ismus Studien zeigen: Obwohl rechtsextreme Einstellungen der Neo-NS-Ideolog
 ie in der deutschen Bevölkerung weniger Anklang finden als zuvor, bleibt da
 s autoritär-aggressive Potenzial hoch und manifestiert sich auf anderen Ebe
 nen. Welche sozialpsychologischen Dynamiken diesen Ressentiments zugrunde l
 iegen und warum sie gerade von extrem-rechten Parteien so effektiv genutzt 
 werden können, soll anhand der Studienergebnisse der diesjährigen Erhebung 
 diskutiert werden.\n\n\n\nVortrag: Zwischen Rechtsruck und gewerkschaftlich
 em Aufbruch \n\nDie Revitalisierung der Mitbestimmung in Ostdeutschland und
  Implikationen für Österreich Mit Andre Schmidt und Livia Schubert\n\nDie L
 andtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg 2024 haben eine rasante
  politische Rechtsentwicklung in Ostdeutschland bekräftigt. Doch nicht nur 
 Ressentiments und Deprivationserleben in weiten Teilen der Bevölkerung setz
 ten die politische Demokratie unter Druck. Ein Demokratiedefizit, Niedriglö
 hne und prekäre Arbeit waren lange bestimmend für die ostdeutsche Arbeitswe
 lt und prägten auch das Bewusstsein der Beschäftigten. Allerdings ist in de
 n letzten Jahren ein bemerkenswerter Anstieg von gewerkschaftlicher Organis
 ierung und Arbeitskämpfen im Osten zu verzeichnen. Die Revitalisierung der 
 Mitbestimmung weckt Hoffnungen auf weitergehende gesellschaftliche Demokrat
 isierung. Am Beispiel Ostdeutschland nimmt der Vortrag das Verhältnis von A
 utoritarismus und Arbeitswelt in den Blick und fragt nach den Demokratisier
 ungspotentialen gewerkschaftlicher Praxis. Im zweiten Teil sollen Implikati
 onen für Österreich mit seiner spezifischen Geschichte und Kultur der Sozia
 lpartnerschaft diskutiert werden. Inwiefern können Gewerkschaften hier demo
 kratisierend wirken und dem Aufstieg der extremen Rechten etwas entgegenset
 zen?\n\n\n\nVortrag: Wahnhafter Faschismus – Rationaler Liberalismus?\n\nMi
 t Thomas Ebermann\n\nDer linksliberale Umberto Eco und der Gesellschaftskri
 tiker Herbert Marcuse stimmen in ihren lesenswerten Analysen überein, wenn 
 sie den Faschismus als Irrationalismus charakterisieren. Different werden i
 hre Auffassungen, wenn Marcuse dem Einbruch des Irrationalen in den Liberal
 ismus nachspürt; wenn er den Faschismus als vom Liberalismus "erzeugt", vie
 lleicht sogar als dessen "eigene Vollendung" auffasst.\n\nIst der Faschismu
 s der absolute Gegensatz der bestehenden Ordnung oder deren Enthemmung, Bru
 talisierung, also "Ernstfall ihrer Normalität"?\n\nGegenwärtig, verficht Eb
 ermann, haben wir es eher mit einem Weg der reaktionären Ausprägung der Dem
 okratie als mit ihrer faschistischen Abschaffung zu tun. Wo etablierte Part
 eien sich den Rechtsextremen anähneln, sind sie nicht Hemmnis, sondern Best
 andteil dieser Transformation.\n\n\n\nVortrag: Ein Schritt vorwärts, zwei S
 chritte zurück?\n\nFeministische Kämpfe zwischen Erfolgen und rechtem Backl
 ash Mit Judith Götz\n\nDer Vortrag beleuchtet die widersprüchliche Dynamik 
 feministischer Errungenschaften und den zunehmenden Widerstand von rechts. 
 Im Fokus stehen aktuelle feministische Bewegungen, ihre Erfolge und die Her
 ausforderungen, denen sie in Zeiten wachsender antifeministischer und recht
 sextremer Akteur:innen gegenüberstehen. Anhand ausgewählter Beispiele werde
 n wir gemeinsam diskutieren, wie feministische Kämpfe trotz Rückschlägen fo
 rtgeführt und neu gedacht werden können.\n\n\n\nAbendliches Kulturprogramm:
  Heimat. Eine Besichtigung des Grauens\n\nEin „Anti-Heimat-Abend“ Mit Thoma
 s Ebermann, Thorsten Mense und Flo Thamer\n\nÜberall ist Heimat, es scheint
  kein Entrinnen zu geben. Ob Greenpeace oder Hofer, die FPÖ oder die Grünen
 : Alle kämpfen für sie, lieben sie, wollen sie beschützen und verteidigen. 
 Im Namen von Idyll, Harmonie, Tradition, Brauchtum, Familie und weiterer Hö
 llen wird gegen die Fremden und das Fremde zu Felde gezogen. Unbeeindruckt 
 davon bastelt die Zivilgesellschaft an »alternativen« Heimatbegriffen, will
  das rechte Konzept nicht den Rechten überlassen. Eine szenische Lesung übe
 r das Grauen namens Heimat.\n\n© Stefanie Freynschlag
LOCATION:VHS Wiener Urania
DTSTAMP:20241119T142917Z
DTSTART:20241116T093000Z
DTEND:20241116T210000Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
