Der illiberale Umbau der Gesellschaft
Illiberale Regime greifen tief in alle Lebensbereiche der Gesellschaft ein. Sie deuten Geschichte um, stärken nationale Mythen und sichern sich so ideologische Deutungshoheit. Sie fördern regierungsnahe Kunst und machen kritische Stimmen mundtot. Sie instrumentalisieren Wirtschaftspolitik für autoritäre Machtprojekte und arbeiten mit klaren Feindbildern: Die Klimabewegung wird ebenso wie progressive Stimmen in der Kulturlandschaft zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Ängste erklärt.
Doch illiberale Entwicklungen beginnen nicht erst mit offenen Machtübernahmen. Sie zeigen sich schleichend: in der Verschiebung öffentlicher Diskurse, im Druck auf unabhängige Medien, in Angriffen auf Erinnerungspolitik, Kultur und Zivilgesellschaft.
Welche Warnzeichen müssen wir ernst nehmen? Wo geraten demokratische Institutionen unter Druck? Und wie können wir liberale Demokratie, zivile Rechte und kulturelle Vielfalt verteidigen?
Wir diskutieren mit:
Andrea Petö, Historikerin und Professorin am Lehrstuhl für Gender Studies an der Central European University in Wien
Lena Schilling, EU-Abgeordnete und Klimaaktivistin (online zugeschaltet)
Gabriele Michalitsch, Ökonomin und Politikwissenschaftlerin, lehrt an den Universitäten Wien und Klagenfurt
Ursula Berner, Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat, Sprecherin für Kultur und Kunst, Erinnerungskultur, Familie und Kinderschutz
Moderation: Lena Köhler, Vorstandsmitglied GBW Wien, stellv. Bezirksvorsteherin Josefstadt
Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit von:

1010 Wien
