Lobau. Der Wert des Bodens
Ein Zentimeter fruchtbarer Boden entsteht über Jahrhunderte. Zerstört ist er in wenigen Tagen. Rund um die Lobau und das Marchfeld liegen einige der fruchtbarsten Böden Österreichs. Hier wachsen Lebensmittel für Wien und weit darüber hinaus. Doch immer mehr dieser Äcker und Wiesen müssen Straßen, Siedlungen oder Gewerbegebieten weichen. Was einmal verbaut ist, geht der Landwirtschaft dauerhaft verloren.
Die Herausforderungen der Klimakrise lassen sich nicht einzeln lösen. Wer über Wohnen spricht, muss auch über Mobilität sprechen. Wer über Ernährung spricht, muss den Boden mitdenken. Wie all das zusammenhängt, zeigt das Beispiel der Lobauautobahn besonders deutlich.
Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was der Verlust hochwertiger Agrarflächen für unsere Ernährung, das Klima und die Entwicklung unserer Städte bedeutet. Im Spannungsfeld von Urbanisierung, Klimaanpassung, Ernährungssouveränität und Flächengerechtigkeit diskutieren Expert:innen darüber was notwendig ist, um diese endliche Ressource auch für kommende Generationen zu erhalten.
Wie gelingt ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Böden?
Auch der Veranstaltungsort wurde bewusst gewählt: Die Kleine Stadt Farm zeigt, wie Landwirtschaft, Naturschutz und Gemeinschaft zusammengedacht werden können. Mit partizipativer Gestaltung des Lebensraums, tiergestützter Pädagogik sowie künstlerischen, handwerklichen, ökologischen und sozialen Ansätzen ist sie zum größten Urban-Farming-Projekt Österreichs geworden. An diesem besonderen Ort laden wir euch ein, um gemeinsam über den Wert der Böden um die Lobau zu sprechen.
mit:
TINA WIRNSBERGER, grüne Gemeinderätin und Sprecherin für Umwelt, Ernährung und Entwicklungszusammenarbeit
MICHAEL GRANER, Kleine Stadt Farm
LISA KAUFMANN, Universität für Bodenkultur, Institut für Soziale Ökologie

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