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SUMMARY:Macht braucht Kontrolle. Kipppunkte der Demokratie
DESCRIPTION:Worauf müssen wir achten, damit autokratische Politiker:innen e
 ine liberale Demokratie nicht in einen illiberalen Staat verwandeln können.
 \n\nWelche Muster abzulesen und welche Warnsignale es in den Bereichen der 
 Kontrolle von staatlicher Macht und Herrschaft gibt, darüber diskutieren wi
 r mit der Zivligesellschaftsexpertin Ruth Simsa, dem Europaabgeordneten Dan
 iel Freund und dem Politikforscher aus Ungarn Zsolt Boda.\n\nZivilgesellsch
 aftliche Organisationen sind essenziell für eine lebendige Demokratie. Sie 
 geben Bürger:innen eine Stimme, ermöglichen Mitbestimmung auch jenseits von
  Wahlen und bringen unterschiedliche Blickwinkel in den politischen Prozess
  ein. Sie überwachen staatliches Handeln, decken Missstände auf und fordern
  Transparenz. NGOs treten für Menschen- und Umweltrechte ein und vertreten 
 die Interessen marginalisierter Gruppen. Sie sind die Brücke zwischen Staat
  und Gesellschaft.\n\nSie kommen in autokratischen Systemen zuerst unter Be
 schuss. Denken wir an Georgien, wo ausländische Finanzierung ab 20% die NGO
  als Ausländischen Agenten an den Pranger stellt oder nur an Österreich, wo
  die FPÖ mit unzähligen parlamentarischen Anfragen zivilgesellschaftliche O
 rganisationen als NGO-Business diffamiert.\n\nDie Gewaltentrennung ist ein 
 Grundpfeiler der Demokratie, um Machtmissbrauch zu verhindern und Willkür z
 u vermeiden. Durch die Aufteilung in Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtspre
 chung kontrollieren sich die Institutionen gegenseitig: das Parlament kontr
 olliert die Regierung, die unabhängige Gerichte prüfen die Einhaltung der G
 esetze. Das verhindert, dass Personen unbeschränkte Macht ausüben, ihre eig
 enen Gesetze machen, diese umsetzen und bei Streitigkeiten entscheiden.\n\n
 Mit Besetzungspolitik übernehmen schleichend Loyalist:innen die wichtigsten
  Schlüsselstellen. Statt sich gegenseitig zu kontrollieren, werden die Oppo
 sition und Kritiker:innen gegängelt.\n\nIn einer Demokratie setzt eine funk
 tionierende öffentliche Verwaltung die vom Parlament beschlossenen Gesetze 
 operativ um. Sie agiert als Dienstleisterin für die Bürger:innen, stellt Da
 seinsvorsorge und Infrastruktur zur Verfügung und gewährleistet Sicherheit.
  \n\nWird ihre Kompetenz eingeschränkt und ihre Expertise in Verruf gebrach
 t, verwalten nur mehr Befehlsempfänger:innen das Land._________________\n\n
 Power needs controll\n\nCivil society organizations are essential for a vib
 rant democracy. They give citizens a voice, enable participation beyond ele
 ctions and bring diverse perspectives into the political process. They moni
 tor government actions, expose misconduct, and demand transparency. NGOs ad
 vocate for human and environmental rights and represent the interests of ma
 rginalized groups. They serve as a bridge between the state and society.\n\
 nFor precisely this reason, they are often the first to come under attack i
 n autocratic systems. Consider Georgia, where organizations receiving more 
 than 20% of their funding from abroad can be labeled “foreign agents,” or A
 ustria, where the Freedom Party of Austria (FPÖ) has used numerous parliame
 ntary inquiries to portray civil society organizations as an “NGO business.
 ”\n\nThe separation of powers is a cornerstone of democracy, designed to pr
 event abuse of power and arbitrariness. By dividing authority among the leg
 islative, executive, and judicial branches, institutions control one anothe
 r: parliament oversees the government, and independent courts review compli
 ance with the law. This prevents individuals from exercising unlimited powe
 r, making their own laws and implementing them.\n\nThrough strategic appoin
 tments, loyalists gradually take over key positions. Instead of mutual over
 sight, the opposition and critics are sidelined.\n\nIn a democracy, an effe
 ctive public administration implements the laws passed by parliament. It ac
 ts as a service provider for citizens, ensures public services and infrastr
 ucture and guarantees security. When its competence is restricted and its e
 xpertise discredited, the country is ultimately run by mere functionaries w
 ho simply follow orders.\n\n________________\n\nDie Diskussion findet auf E
 nglisch statt.\n\nModeration: Elisabeth Kittl, Bundesrätin
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