Ökonomische Krisen und zukunftsfähge Bildung
Unsere Lebensbereiche sind heute von einer durchgehenden Ökonomisierung geprägt, ökonomische Parameter bestimmen politische Prozesse und Entscheidungen. Zukunftsfähige Entwicklung setzt jedoch voraus, Ökonomie mit Politik und Gesellschaft in Einklang zu bringen und ökonomisches Handeln nicht isoliert zu betrachten. Die anhaltende weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die Zunahme sozialer Ungleichheiten und daraus resultierender Spannungen machen ebenso wie ökologische Gefährdungen deutlich, dass ein Paradigmenwechsel notwendig ist.
Um heute globale Entwicklungen, Abhängigkeiten und Erfordernisse nationaler Politik verstehen und als politisch mündige BürgerInnen agieren zu können, braucht es einerseits den kosmopolitischen Blick und anderseits ökonomisches „Strukturwissen“ und politisch-ökonomische Analyse- und Urteilskompetenz. Globales Lernen strebt dabei auch die Auseinandersetzung mit der Vormachtstellung des Ökonomischen und die Frage nach sozialem Zusammenhalt, globaler Gerechtigkeit, Solidarität und Gemeinwohl an. Wie können diese Fragen in den Unterricht einfließen und die Orientierung junger Menschen unterstützen? Welches Wissen brauchen LehrerInnen/ SchülerInnen, um politisch-ökonomische Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenzen zu entwickeln?
Ziel der Tagung ist es, zum Nachdenken über politisch-ökonomische Bildung als Querschnittsaufgabe von Unterricht nachzudenken und gemeinsam Perspektiven für Lehren und Lernen im Kontext der „Weltgesellschaft“ zu entfalten. Der Link zum Programm