Freitag, 13. Januar 2017, 19:00
- 21:00
Vortrag / Predavanje: Austrofaschismus
Das große Tabu der österreichischen Nachkriegszeit war nicht der Nationalsozialismus, sondern der Austrofaschismus.
Es war daher auch kein Zufall, dass die Aufhebung der Urteile gegen die RebellInnen des Februar 1934 erst 2012 und damit Jahre nach der Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure erfolgte. Der Vortrag befasst sich mit dem Zustandekommen des austrofaschistischen Regimes und seinen Realitäten. Am Beispiel der Diskussion um adäquate Bezeichnungen der Diktatur Dollfuß/Schuschnigg wird abschließend der hochsensible Umgang mit den Jahren 1934-1938 nach dem Zweiten Weltkrieg beleuchtet.
Referent: Florian Wenninger, Assistent am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Antifaschistischer Winter" in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten.
