WS Perspektiven der feministischen Ökonomie auf die Krise des Kapitalismus
Green New Deal, Grünes Wachstum, erneuerbare Energien – das sind einige Antworten auf die multiple Krise, die einen ersten Schritt zu einem egalitäreren, nachhaltigeren und solidarischeren System setzen. In vielerlei Hinsicht greifen sie jedoch zu kurz.
Es braucht mehr als Reformen! Und zwar den Mut bestehende Strukturen der Politik, Ökonomie und Gesellschaft radikal in Frage zu stellen um diese nachhaltig zu transformieren.
Die Genderproblematik und die Einbettung des Individuums ins kapitalistische System sind Aspekte, die in der grünen Diskussion überwiegend unbeleuchtet sind. Wir laden deshalb Friederike Habermann, Politologin, Volkswirtin und Historikerin ein, um gemeinsam einige dieser Problemlagen näher zu beleuchten. Sie verknüpft marxistische Erkenntnisse mit Anreizen aus strukturalistischer Theorie und analysiert so am Schnittpunkt von Ökonomie – Subjekt – Gesellschaft die komplexen Zusammenhänge des kapitalistischen Systems. In ihren Arbeiten fragt sie u.a. nach der Verstrickung des einzelnen Menschen in den Wachstumszwang sowie nach Möglichkeiten diesen zu „verlernen“. Desweiteren entwirft sie das alternative Konzept der „Ecommony“ und setzt sich stark mit den Auswirkungen des Homo Oeconomicus sowie den Implikationen unbezahlter Care Arbeit auf die Genderfrage auseinander. Eines ihrer bekanntesten Bücher „Halbinseln gegen den Strom. Anders Leben und Wirtschaften im Alltag“ (2009, Ulrike Helmer Verlag) stellt Projekte vor, die eine „gelebte Wirklichkeit jenseits von Kapitalismus, Geld und Tauschlogik“ umsetzen möchten.
Einige ihrer Thesen sind auch in ihrem Artikel „Ecommony: Strukturelle Gemeinschaftlichkeit statt Negatives Wachstum“ nachlesbar.
Verbindliche Anmeldung (Begrenzte TeilnehmerInnenzahl) unter: info@gbw-wien.at Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Internationale Entwicklung und dem Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien.